Solidarität: FAU Berlin verurteilt Razzia gegen Gewerkschafter in Haft

solidarityDie FAU Berlin verurteilt scharf das Agieren der Gefängnisleitung der JVA Tegel gegen den Basisgewerkschafter und Sprecher der neu gegründeten Gefangenengewerkschaft JVA Tegel Oliver Rast, sowie seinen stellvertretenden Sprecher Atilla-Aziz Genc. Die Zellen wurden am 27. Mai in Abwesenheit aufgrund des Aufrufs zur Gründung einer Gefangenen-Gewerkschaft durchsucht. Diese wollte sich u.a. mit dem Themen Mindestlohn für Gefangene und Rentenversicherung für Gefangene auseinandersetzen.
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Solierklärung an die Gefangenen-Gewerkschaft von Zusammen Kämpfen und dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen

network-logoSolidarische Grüße an die Gefangenen-Gewerkschaft der JVA Tegel

Mit großer Freude haben wir die Nachricht über die Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft in der  JVA Tegel erhalten und möchten euch auf diesem Weg unsere solidarischen Grüße und unsere Unterstützung mitteilen.
Der Weg den ihr geht bedeutet für euch, wie für alle andere ein gewisses Neuland zu betreten und eröffnet neue Möglichkeiten. Wir sind gespannt und voller Hoffnung. „Solierklärung an die Gefangenen-Gewerkschaft von Zusammen Kämpfen und dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen“ weiterlesen

Gefangenen-Gewerkschaft leicht gemacht – vom Tegeler „Erfolgsmodell“ zum „Exportschlager“?!

catDie vielen Rückmeldungen von Inhaftierten in der JVA Tegel, aber auch die Resonanzen, die in verschiedenen Tageszeitungen wahrzunehmen waren, haben uns positiv überrascht. Hervorzuheben ist beispielsweise ein Artikel in der renommierten englischen Tageszeitung „The Guardian“ vom 30. Mai d.J., in dem über unsere Initiative der Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft der JVA Tegel wohlwollen berichtet wird.
Wir haben auch Solidaritätsschreiben vom Komitee für Grundreche und Demokratie und Basisgewerkschaften (wie z.B. der FAU) erhalten. In den kommenden Tagen werden weitere Presseartikel erscheinen. Interviewanfragen von Journalisten sind eingegangen und werden bearbeitet…

Wie erfolgt die Gewerkschaftsgründung? „Gefangenen-Gewerkschaft leicht gemacht – vom Tegeler „Erfolgsmodell“ zum „Exportschlager“?!“ weiterlesen

Zum Tod unserer Mitstreiterin Alex

4580607575Unsere Freundin und Wegbegleiterin Alexandra Kiss hat sich am 2. Juni auf tragische Weise das Leben genommen. Alex, Mitbeschuldigte im derzeit laufenden „RAZ-Verfahren“, war eine langjährige Freundin und Weggefährtin in unseren politischen Strukturen. Es ist nicht möglich, unsere Trauer in Worte zu fassen.

Alex war seit vielen Jahren eine aktive Genossin im „Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen“ und hat sich solidarisch und konsequent für die Kämpfe der politischen und sozialen Gefangenen eingesetzt. Sie beteiligte sich an der Gründung und dem Aufbau von „Zusammen Kämpfen“. Außerdem arbeitete sie für das „Gefangenen Info“ mit wichtigen Beiträgen sowie guten Ideen und unterstützte die Verbreitung und Erstellung der Zeitschrift im Vertrieb und beim Layout.

Ihre Solidarität und ihr großes Herz für die Unterdrückten dieser Welt – genau das hat Alex ausgemacht.

„Es gibt keine schönere Aufgabe als für die Befreiung der Menschen zu kämpfen.“
(Alexandra Kiss)

Unsere ausführliche Abschiedserklärung folgt in den kommenden Tagen.

Zurück bleibt unheimliche Wut & unendliche Trauer!

Der Kampf geht weiter!

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen
Gefangenen Info
Zusammen Kämpfen
Soligruppe

Erklärung der Roten Hilfe Schweiz: Solidarität mit der Gefangenen-­Gewerkschaft der JVA Tegel Solidarität mit Olli!

catAm 21. Mai 2014 haben sich gefangene ArbeiterInnen im Knast JVA Tegel zur „Gefangenen­-Gewerkschaft der JVA Tegel“ zusammengeschlossen. Der Repressionsapparat liess nicht lange auf sich warten. Schon nach sechs Tagen wurde der beteiligte politische Gefangene Olli mit einer Zellenrazzia konfrontiert und ihm wird mit Verlegung gedroht.

Während die Spitzen der offiziellen Gewerkschaften in Europa zuverlässig dafür sorgen, dass sich die Kette der Sozialpartnerschaft immer enger um den Hals der ArbeiterInnenklasse wickelt, wagen die ArbeiterInnen im Knast „JVA Tegel“ ausgerechnet dort eine Offensive, wo die Organisierungsbedingungen am schwierigsten sind. „Erklärung der Roten Hilfe Schweiz: Solidarität mit der Gefangenen-­Gewerkschaft der JVA Tegel Solidarität mit Olli!“ weiterlesen

Presse-Erklärung – Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft der JVA-Tegel

FaustSehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen und Kolleginnen,

am 21. Mai 2014 hat sich in der JVA Tegel die „Gefangenen Gewerkschaft der JVA Tegel“ als sog. nicht-rechtsfähiger Verein nach BGB §§21 i.V.m. 54 gegründet. Somit nehme wir als Inhaftierte unser Grundrecht auf Koalitionsfreiheit war, welches im Art. 9 Abs. 3 GG verankert ist. „Presse-Erklärung – Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft der JVA-Tegel“ weiterlesen

Bericht von der Knastkundgebung in Berlin-Tegel

969Am Donnerstag, den 22. Mai, jährte sich der Tag der Razzien gegen die Beschuldigten im sogenannten RAZ-Verfahren*¹. Als Grundlage für die Razzien hält der berüchtigte Schnüffelparagraph 129 her. Ein Jahr nach den Durchsuchungen, die für die Betroffenen einen vorläufigen Höhepunkt einer langjährigen Überwachung darstellen und die ein Ausdruck der direkten und offenen Repression gegen linke AktivistInnen sind. Ein Jahr, seit Ollis Verschleppung in den geschlossen Vollzug Tegel.

Unter dem Motto „Hoch die Solidarität! Es lebe der Widerstand!“ haben wir an diesem Tag vor dem Knast in Berlin-Tegel eine Kundgebung abgehalten, um unsere Solidarität mit den Betroffenen und insbesondere Olli zu zeigen. Stellvertretend für alle politischen Gefangen, ob in Knästen der BRD oder weltweit, für alle rebellierenden Gefangenen und für alle sozialen Gefangenen. „Bericht von der Knastkundgebung in Berlin-Tegel“ weiterlesen

»Behörden schnüffeln weiter«

aufkleberneues Deutschland vom 21.05.2014

Am 22. Mai jähren sich die Razzien gegen neun Personen aus Berlin, Magdeburg und Stuttgart wegen vermeintlicher Mitgliedschaft in den Revolutionären Aktionszellen (RAZ) und redaktioneller Tätigkeit bei »radikal«, einer anonym herausgegebenen linken Zeitschrift, die zuletzt 2011 erschien. Die RAZ zeichnete für Sprengstoff- und Brandanschläge in den Jahren 2009 bis 2011 verantwortlich, unter anderem gegen ein Jobcenter und das Haus der Wirtschaft in Berlin. Mit Anja (Name geändert), einer der Beschuldigten, sprach Niels Seibert über den Stand des Verfahrens. Die Auszubildende engagiert sich gegen Repression sowie in Stadtteil- und Arbeitskämpfen.

Nach der Durchsuchung von 21 Wohnungen warten Beschuldigte auf Gerichtsprozess

Vor einem Jahr wurde Ihre Wohnung durchsucht. Was hat sich seitdem getan?

Nicht viel. Die Bundesanwaltschaft ermittelt weiter. Bei einigen männlichen Beschuldigten hat sie DNA-Entnahmen beantragt, die der Bundesgerichtshof genehmigt hat. Mehrere Beschuldigte verweigerten sich und wurden daraufhin festgenommen und unter Zwang zur ärztlichen Blutentnahme ins Revier oder Krankenhaus gebracht. Akteneinsicht haben wir bislang nur teilweise erhalten. Der Umfang beläuft sich derzeit auf 13 DVDs mit jeweils etwa 5000 Seiten. „»Behörden schnüffeln weiter«“ weiterlesen

Grußwort von Olli zum 1.Mai

354078Liebe Genosslnnen und Kolleglnnen,

ich möchte Euch als politischer Gefangener aus dem mg-Verfahren, der seit drei Jahren in Berliner Knästen sitzt, herzlich und solidarisch grüßen.

Als radikale Linke haben wir unendlich viel Erfahrungswerte mit staatlicher Repression machen müssen. Das ist allerdings kein Grund, um zu lamentieren. Denn politische Gefangenschaft ist auch ein Ausdruck einer sich rege zeigenden Fundamentalopposition. Ja, auch in den imperialistischen Zentren. „Grußwort von Olli zum 1.Mai“ weiterlesen

Das soziale Umfeld von (politischen) Gefangenen ins Blickfeld der Solidaritätsarbeit nehmen!

SoliTexte zum Knast – Teil 3

Dieser Beitrag bildet den (vorläufigen) Abschluss einer Trilogie von Texteinwürfen. Begonnen habe ich mit der „Suchanfrage” an die Gilde der klassischen Berufsverbrecher. Im Anschluss habe ich die immer wiederkehrende Kontroverse um die (Selbst-)Definition als politischer Gefangener im Verhältnis zu anderen Gefangenengruppen aufgemacht. Zum Abschluss widme ich mich dem „Aufgabengebiet” des sozialen und politischen Umfelds des/der Inhaftierten. „Das soziale Umfeld von (politischen) Gefangenen ins Blickfeld der Solidaritätsarbeit nehmen!“ weiterlesen